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Gleiswechsel

Katharina Koch

Der Großstadtbahnhof - weit mehr als nur Verkehrsknotenpunkt. Stätte kultureller und sozialer Begegnung sowie Brennpunkt von Konflikten - ein Mikrokosmos, in dem sich die Realität seit jeher zu einem Nebeneinander ethnischer und sozialer Gruppen, Stile und Intentionen gestaltet:öffentlicher Raum - nutzbar für jedermann?!

Doch inwieweit ist besonders letztere These noch zutreffend für die für die werdende Hauptstadt Berlin als repräsentativ geltenden „erneuerten“ Citybahnhöfe, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Ostbahnhof und den sich noch im Bau befindenden Hauptbahnhof?

Der Bahnhof als Fokus städtischen Lebens und urbaner Vielfältigkeit - ein aussterbendes Phänomen in der Hauptstadtmetropole Berlin?
Das neue Konzept der Deutschen Bahn AG lässt jedenfalls darauf schließen: Kon­sum, Kommerz, Kultur und Prestige gezielt ausgerichtet auf ein gehobenes Publi­kum. Obdachlose, Straßenkids und –musiker sowie andere soziale Randgruppen, die durch dieses Raster fallen, gelten als unerwünschte NutzerInnen, welche durch zu­nehmende Marginalisierung speziell aus den Bahnhofs- und generell aus den Innenstadtbereichen vertrieben werden.

Gesichtsveränderung eines Mikrokosmos durch chirurgische Maßnahmen? Welche Tendenzen lassen sich ablesen?

Meine Untersuchungen zielen auf die besondere Bedeutung und Auswirkung, die der offensichtliche Funktionswandel des Phänomens Großstadtbahnhof auf das Image und spezifische Gesicht Berlins hat.

Kontakt: kathastropha -at- hotmail.com


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