I N D E X

Sterben und Tod in Berlin
Warschauer Brücke
Goa Trans Szene
Spuren suchen
Kinder in Berlin
Die Stadt im Kopf
Gleiswechsel
Nachtkauf
Hausarbeiterinnen

bild.raum.pankow




Gesichter







Hausarbeiterinnen

Susanne Ahrens

Illegal sein in Berlin – was bedeutet das?

In meiner Forschung will ich mich mit Frauen ohne Aufenthaltstitel beschäftigen, die ihren Lebensunterhalt als Haushaltshilfen verdienen. Viele der hier lebende Migrantinnen kommen dieser Arbeit nach. Zum einen, weil der häusliche Arbeitsbereich ihnen mehr Schutz bietet (eine Entdeckung durch die Einwanderungsbehörde ist unwahrscheinlich). Zum anderen, weil viele billige Arbeitskräfte in diesem Bereich gesucht werden: deutsche Haushalte sind zunehmend auf Hilfe von außen angewiesen – Kinderbetreuung, Altenpflege und Haushaltsführung kann von vielen Familien alleine nicht mehr geleistet werden. Oft arbeiten beide Partner, von dem zusätzlichen Verdienst leisten sie sich eine Putzfrau. Diese niedrig bewertete und schlecht bezahlte Arbeit will kaum eine Deutsche verrichten. Doch trotz der hohen Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften in diesem Sektor, ist es fast unmöglich, einen Aufenthaltsstatus und eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Ich möchte herausfinden, was die illegal hier lebenden Frauen nach Berlin geführt hat und wie sie sich diese Stadt aneignen. Welches Bild der Stadt haben die Migrantinnen; welchen Problemen und Beschränkungen begegnen sie? Was für Strategien wenden sie an, um hier zu (über)leben?

Auf gemeinsamen Streifzügen durch ihren Alltag will ich Situationen und Orte mit der Kamera einfangen, die meinen Informantinnen wichtig sind. Am Ende soll eine unsichtbare, verborgene Seite Berlins ein Gesicht erhalten; ein Gesicht, in dem sich ihr Berlin widerspiegelt.

Kontakt: ahrens.susanne -at- web.de


Hausarbeiterinnen