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Die Warschauer Brücke

Franziska Petruschke

„Orte“ sind durch Identität, Kultur und Geschichte gekennzeichnet, „Nicht-Orte“ hingegen besitzen wenig individuelle Besonderheiten, sondern werden in erster Linie mit Funktionalität assoziiert. Sie sind dadurch auswechselbar und unpersönlich. So beschreibt der französische Anthropologe Marc Augé 1994 Orte des Transits, des Provisorischen - signifikante Schauplätze des urbanen Raumes.

Diese Forschung möchte sich mit der ganz alltäglichen Wahrnehmung des Stadtraumes „Warschauer Brücke“ beschäftigen, einem Ort des Durchgangs, an dem sich mehrere S-Bahn/U-Bahn– sowie Straßenbahnlinien kreuzen. Augenmerk liegt dabei auf der Wahrnehmung der Warschauer Brücke als Ort oder Nicht-Ort.

Durch die Befragung dreier Gruppen von Akteuren - den Passanten, den Arbeitnehmern sowie den Bewohnern und Mitarbeitern des angrenzenden, alternativen Kultur– und Wohnprojektes – möchte beleuchtet werden, wie der Schauplatz auf ganz unterschiedliche Art und Weise angeeignet wird. Im Spannungsfeld der Gleichzeitigkeiten verschiedener lokaler Bindungen sollen die einzelnen Perspektiven dieses Durchgangs-, Wohn- und Arbeitsplatzes gebündelt werden. Forschungsziel ist es, ein unverwechselbares Gesicht dieses „ganz alltäglichen“ Berliner Ortes zu zeichnen.

Kontakt: franziskapetruschke -at- hotmail.com

Warschauer Brücke